Monte cimone

Der Minenkrieg auf dem Monte Cimone 1916 - 1918

Robert Striffler

344 Seiten, mit 151 Bildern in Schwarzweiß und Farbe von damals und heute, Luftaufnahmen, Plänen und Stellungsskizzen aus dem Krieg, fest gebunden € 28,-

Nachdem mit vier Bänden der Minenkrieg in den Dolomiten erschöpfend behandelt wurde, legt der Autor mit seinem neuen Buch die Kriegsgeschichte des Monte Cimone vor.

Der 1230 Meter hohe Cimone bei Arsiero wurde erst in der Frühjahrsoffensive 1916 von den Osterreichern erobert. Nach ihrem notwendig gewordenen Rückzug im Juni mußte der Gipfel als südlichster Punkt der Hochfläche von Tonezza unbedingt gehalten werden.

Die Salzburger Rainer vom Infanterieregiment Nr. 59 verteidigten ihn gegen heftige Angriffe, bis er unter unglücklichen Umständen am 23. Juli 1916 verloren wurde. Die Wiedereroberung schien nach vergeblichen Versuchen nur noch durch eine Gipfelsprengung möglich. Der Sappeuroberleutnant Mlaker führte das Wagnis des unterirdischen Angriffs unter schwierigsten Verhältnissen durch. Er sprengte den Cimone am 23. September 1916, und beim unmittelbar folgenden Angriff der Rainer wurde der Gipfelbereich zurückgewonnen. Er blieb österreichisch bis in den November 1918. Mit bisher unveröffentlichten Texten und Bildern aus Archiven wurden die Kampfhandlungen erschöpfend dokumentiert. Wieder gelang es dem Autor, durch vergleichende Studien der Feldakten und Literatur beider Seiten manches Klischee zu widerlegen. Ausführlich wird Planung, Ausführung und Wirkung der Mine beschrieben und auch auf die Anfänge italienischer Gegenminen eingegangen. Ein topographisches Stellungslexikon unterstützt den Leser beim Zurechtfinden in Text und Zeichnungen. Für den Besuch des Cimone werden von Folgaria (Provinz Trient) aus zwei Straßenrouten zum Parkplatz beim Monte Cimone beschrieben. Die Wanderung zum italienischen Ehrenmal beim Trichter auf dem Cimonegipfel und ein Rundgang über den Südhang zu den italienischen Stellungen geben dem Besucher die Möglichkeit, an einem Tage die wichtigsten Anlagen aus dem fast 30 Monate dauernden Ringen zu besichtigen. 

Stichworte zum Inhalt: Der Angriff auf den Cimone am 25. Mai 1916—Zum Rückzug des XX. Korps in die Widerstandslinie und den Differenzen zwischen den Erzherzögen Eugen und Karl — Der Stellungsbau — Der Verlust des Cimone und seine literarische Verbrämung — Osterreichische Angriffe im Juli und August — Der Vortrieb der Minenstollen im August und September und die Sprengung — Kritische Anmerkungen zur Sprengwirkung — Die Tragödie des abgelehnten österreichischen Waffenstillstandsangebots — Kaiserjäger auf dem Cimone — Ausklang 1918.Sieben Anhänge mit Berichten aus den österreichischen Feldakten und einer Presseschau. Ausführliches Literaturverzeichnis.